Tierarztpraxis Robert Frideres

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Kastration

Von einer Kastration spricht man, wenn chirurgisch die Keimdrüsen (Eierstöcke bzw. Hoden) entfernt werden und damit eine Unfruchtbarmachung herbeigeführt wird. Bei einer Sterilisation werden nur die eizellen- oder samenführenden Kanäle durchtrennt.

Gründe

Die Kastration bei Hunden und Katzen kann aus verschiedenen Gründen durchgeführt werden. Zum einen wird eine unkontrollierte Vermehrung (Katzen mit Freilauf) verhindert, zum anderen kann durch die Kastration und die dadurch veränderte hormonelle Situation des Tieres eine positive Beeinflussung auf das Verhalten (Aggressions- bzw. Dominanzverhalten) genommen werden (vornehmlich bei Rüden und Katern).

Aber auch medizinische Gründe können eine Kastration notwendig machen:

Der Routine-Eingriff

Spätestens nach abgeschlossener Wundheilung (10–14 Tage) kann das Tier wieder ein ganz normales Leben führen.

Die Kastration von Hund und Katze (sowohl männlichen und weiblichen) ist für den geübten Tierarzt ein Routine-Eingriff, der nur sehr selten Komplikationen hervorruft.

Nachteile

Bei der Hündin kann es nach der Kastration in seltenen Fällen zu Fellveränderungen ("Babyfell") oder auch im Alter zu Harntröpfeln kommen. Eine Gewichtszunahme kann durch maßvolles Füttern und regelmäßige Bewegung verhindert werden.

Vorteile

Ein großer Vorteil der Kastration ist, dass kastrierte Hündinnen nur seltener Gesäugetumore bekommen als nicht kastrierte. Auch Scheinträchtigkeiten und eine eitrige Infektion der Gebärmutter können nach einer Totalentfernung von Eierstöcken und Gebärmutter nicht mehr auftreten.

Die Ansteckungsgefahr hinsichtlich Katzen-AIDS (FIVDas Feline Immundefizienz-Virus ist ein Virus aus der Familie der Retroviren. Das Virus löst bei Katzen eine Immunschwächekrankheit aus, die umgangssprachlich als Katzen-AIDS bezeichnet wird, da sie der AIDS-Erkrankung des Menschen stark ähnelt.) wird durch das geänderte Revierverhalten (vornehmlich bei Katern) deutlich reduziert. Da Bissverletzungen nur noch äußerst selten oder gar nicht mehr vorkommen, kommt es in der Folge auch nicht mehr zu eitrigen Wundverletzungen.

Alternativen

Wenn Tierbesitzer sich noch nicht für eine endgültige Maßnahme (Kastration/OP) entscheiden möchten, besteht sowohl beim männlichen wie beim weiblichen Tier die Möglichkeit, durch eine Hormonbehandlung (Tabletten, Injektion oder Hormon-Chip) eine zeitlich begrenzte Unterdrückung des Sexual-Zyklus bzw. des Sexual-Verhaltens zu erreichen.

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